Sicherheitsleitfaden

1. Die meisten Würmer, die sich über E-Mails verbreiten, nutzen dazu Microsoft Outlook oder Outlook Express. Wenn Sie Outlook einsetzen, sollten Sie das aktuelle Sicherheits-Patch für Outlook von der Microsoft-Site herunterladen und installieren. Im Allgemeinen sollten Sie Ihr Betriebsystem und Ihre Anwendungen immer auf dem aktuellen Stand halten, indem Sie die neuesten Patches herunterladen und anwenden, sobald sie zur Verfügung stehen. Besorgen Sie die notwendigen Updates immer direkt über den entsprechenden Anbieter.

2. Vermeiden Sie, sofern möglich, E-Mail-Anhänge beim Senden und Empfangen von E-Mails.

3. Konfigurieren Sie Windows so, dass die Dateinamenserweiterungen stets angezeigt werden. Unter Windows 2000 erfolgt dies im Explorer über das Menü Extras: Extras/Ordneroptionen/Ansicht. Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen "Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden". Auf diese Weise kann sich eine schädliche Datei (wie eine EXE- oder VBS-Datei) nicht so einfach als harmlose Datei (wie TXT oder JPG) tarnen.

4. Öffnen Sie niemals E-Mail-Anhänge mit den Dateierweiterungen VBS, SHS oder PIF. Diese Dateierweiterungen werden für normale Anhänge fast niemals, von Viren und Würmern aber regelmäßig verwendet.

5. Öffnen Sie niemals Anhänge mit doppelten Dateierweiterungen wie NAME.BMP.EXE oder NAME.TXT.VBS.

6. Nutzen Sie Ihre Ordner nur gemeinsam mit anderen Benutzern, wenn es unbedingt notwendig ist. Wenn es sich dennoch nicht vermeiden lässt, sollten Sie niemals das komplette Laufwerk oder aber das Windows-Verzeichnis freigeben.

7. Ziehen Sie das Netzwerk- oder Modemkabel, wenn der Computer nicht benötigt wird, oder schalten Sie den Computer aus.

8. Wenn Ihnen eine E-Mail, die Sie von einem Freund erhalten, verdächtig erscheint – etwa weil sie einer fremden Sprache oder mit ungewohnten Worten verfasst wurde, sollten Sie unbedingt Rücksprache halten, bevor Sie Anhänge öffnen.

9. Sie sollten bei E-Mails oder elektronischer Werbung, die sie unaufgefordert erhalten, weder deren Anhänge öffnen noch die in den Mails enthaltenen Web-Links aufrufen.

10. Ignorieren Sie Anhänge, deren Dateinamen auf "schlüpfrige" oder sexuelle Inhalte hindeuten. E-Mail-Würmer ködern Empfänger oft Namen wie PORNO.EXE oder PAMELA_NUDE.VBS, um sie zum Öffnen der Anhänge zu verleiten.

11. Vertrauen Sie niemals den Symbolen der angehängten Datei. Würmer versenden oft ausführbare Dateien mit Symbolen, die den Symbolen von Text-, Bild- oder Archivdateien ähneln, um die Benutzer zu täuschen.

12. Nehmen Sie niemals Anhänge fremder Personen an, die Sie in Online-Chat-Systemen, wie z.B. IRC, ICQ oder AOL Instant Messenger, kennen gelernt haben.

13. Vermeiden Sie das Herunterladen von Dateien aus öffentlichen Newsgroups (Usenet News). Diese Dateien werden oft von Virenautoren verwendet, um neue Viren zu verbreiten.


Einfache Schritte zu einem Minimum an Spam-Mails

Um Spam-Mails abzuwehren, sollten E-Mail-Nutzer folgende Empfehlungen beherzigen:

Bestellen Sie nie etwas über unerwünschte E-Mails.
Sie könnten dadurch einer möglicherweise betrügerische Verkaufsmethode zum Opfer fallen und ihre E-Mail-Adresse könnte auch an zahlreiche E-Mail-Listen innerhalb der Spammer-Community hinzugefügt werden.

Geben Sie Ihre primäre E-Mail-Adresse niemals einer Person oder auf einer Webseite an, der Sie nicht vertrauen

Tauschen Sie Ihre E-Mail-Adresse nur mit Bekannten und Kollegen aus.

Wenn Sie den Sender einer nicht angeforderten E-Mail nicht kennen, löschen Sie die E-Mail.
Die meisten Spam-Mails enthalten zwar nur nervige Texte, trotzdem können manche Spam-Mails auch Viren oder andere Schadprogramme enthalten.

Vermeiden Sie die Vorschau-Funktion in Ihrer E-Mail-Client-Software.
Mit der Vorschau-Funktion wird eine E-Mail geöffnet und der Spammer weiß, dass Sie ein existierender Empfänger sind, wodurch Sie möglicherweise nur noch mehr Spam-Mails erhalten.

Legen Sie sich ein oder zwei sekundäre E-Mail-Adressen zu und benutzen Sie diese auch.
Wenn Sie sich in Foren registrieren oder an Umfragen auf Webseiten teilnehmen, verwenden sie stets eine sekundäre E-Mail-Adresse um ihre Haupt-Mail-Adresse vor Spam zu schützen.

Wenn Sie E-Mails an zahlreiche Empfänger senden, verwenden Sie das Feld "Blind Copy" (BCC), um die E-Mail-Adressen zu verbergen.
Hiermit können Spammer alle ersichtlichen Mailadressen sammeln!

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse nicht unüberlegt auf Websites, in Newsgroups-Listen oder anderen öffentlichen Foren an. Viele Spammer verwenden "Bots", die automatisch Webseiten und Newsgroups nach E-Mail-Adressen durchsuchen und diese sammeln.

Antworten Sie nie auf Spam-Mails und klicken Sie nicht auf die in der E-Mail enthaltenen Links.
Antworten sie niemals auf eine Spam-Mail! Auch wenn sie auf "unsubscribe", "remove" oder "abbestellen" klicken, bestätigen Sie dem Spammer damit nur, dass Sie ein existierender Empfänger und damit ein perfektes Ziel für künftige Spam-Mails sind.
Benutzer, die diesen Empfehlungen gewissenhaft folgen, tragen entscheidend dazu bei, die Anzahl von Spam-Mails zu reduzieren.