Computer: Schüler bis 13 Jahre

Genauso wie das Fernsehen nicht real ist, entsprechen auch Inhalte im Internet nicht immer der Wahrheit. Stattdessen ist es eine sich ständig verändernde Mischung aus Meinungen, Botschaften und Interpretationen. Um Ihrem Kind zu helfen, das zu erkennen, müssen Sie ihm angewöhnen zu fragen, woher Informationen aus dem Internet kommen.

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über seine Entdeckungen im Internet. Zeigen Sie ihm, dass es viele Möglichkeiten hat, wenn es eine Seite, ein Bild oder eine Person findet, die verwerflich oder schwer zu verstehen ist. Es kann ein Fenster schließen und weggehen, oder es kann darüber sprechen, worauf es gestoßen ist. Das ist ein guter Zeitpunkt, um über die Bedeutung von persönlichen Angaben zu sprechen. Dies schließt mit ein, die eigene Privatsphäre zu schützen und die anderer zu respektieren, genauso wie zu verstehen, dass Menschen im Internet vorgeben können etwas zu sein, was sie im wirklichen Leben nicht sind.

5 Wege, kritisches Denken zu fördern

1) Ermutigen Sie Ihr Kind dazu, alle Seiten zu hinterfragen
Lassen Sie Ihr Kind fragen: Woher kommt diese Information? Wie beeinflussen die Informationen dieser Website - ihr Text, ihre Bilder, ihr Gesamteindruck - meine Auffassung? Welcher Standpunkt wird vertreten? Welche Informationen fehlen? Sind bestimmte Menschen und Meinungen nicht vertreten?

2) Zeigen Sie Ihrem Kind, wie man eine Webseite beurteilt, indem man erst die Adresse aufschreibt und dann nach Hintergrundinformation sucht
Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Seiten, die ansprechend aussehen, aber nicht eindeutig zeigen, von wem die Information stammt. Um zu verhindern, dass man reingelegt wird, schreiben Sie erst die Adresse der Webseite auf und suchen Sie dann genauer nach Hintergrundinformationen: Folgen Sie "Über uns"- und anderen "Wer wir sind"-Links, um herauszufinden, welche Personen oder welche Gruppe diese Webseite erstellt hat.

3) Lernen Sie Ihrem Kind, bei unbekannten E-Mails skeptisch zu sein
Zeigen Sie Ihrem Kind Webseiten mit denen es Falschmeldungen und Betrug aufdecken kann. Geben Sie den Begriff "Moderne Märchen" in eine Suchmaschine ein und Sie werden Seiten finden, die berühmte Gerüchte entlarven. Der Viren- und Hoax-Bereich vom Symantec Anti-Virus Research Center bietet Hilfe, wenn es um Gerüchte über Computerviren geht.

4) Helfen Sie Ihrem Kind zu verstehen, dass nicht alle Seiten gleich aufgebaut sind
Immer häufiger benutzen Suchmaschinen "pay-for-placement"-Modelle, in denen zahlende Unternehmen bevorzugt werden. Zeigen Sie Ihrem Kind, wo die bezahlten Rangfolgen auf dem Bildschirm erscheinen, und wie man nach Listen Ausschau hält, die sich eher auf seine Suche beziehen. Bringen Sie ihm die Vielfalt der Suchmaschinen nahe.

5) Gehen Sie mit Ihrem Kind online
Beim gemeinsamen Erkunden von Webseiten und Softwareprogrammen mit Ihrem Kind, lernen Sie die Online-Funktionen kennen, die Ihr Kind ansprechen. Das fällt leichter, wenn der Computer in einem gemeinsam genutzten Raum, statt in einem abgetrennten Schlafzimmer, steht.

5 Wege, Online-Sicherheit zu gewährleisten

1) Bewahren Sie Ihr Kind davor, im Internet persönliche Angaben zu machen
Ob Ihr Kind eine kommerzielle Webseite besucht oder einem Freund online schreibt, es sollte niemals seinen Namen, Adresse, Telefonnummer oder andere Angaben preisgeben, durch die man es identifizieren könnte. Zeigen Sie ihm wie man einen Benutzernamen, statt dem echten Namen, einsetzt. Mahnen Sie Ihr Kind, erst mit Ihnen zu sprechen, bevor es sich für Gewinnspiele oder andere Wettbewerbe anmeldet.

2) Vergleichen Sie Filterprogramme
Internet-Filter verwehren den Zugang zu Seiten, die für Kinder ungeeignet sind. Allerdings ist kein Internet-Filter vor Missbrauch sicher - jedes Produkt enthält Tendenzen, die den Ansprüchen Ihrer Familie entsprechen können oder nicht - aber Sie können Hilfsmittel wie zum Beispiel GetNetWise und Online-Rezensionen wie auf CNET bei Ihren Entscheidungen zu Rate ziehen.

3) Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Schwierigkeit, andere online zu identifizieren
Die Anonymität des Internets macht es für Personen einfach, vorzutäuschen jemand anderer zu sein. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind das weiß. Sie können seine Online-Kontakte auf die Menschen begrenzen, die es von außerhalb des Computers kennt. Die Seite Think U Know bietet einen Crash-Kurs für Online-Chat und Sofortnachrichten-Übermittlung, sowohl für Eltern als auch für Kinder.

4) Schaffen Sie einen geschützten Raum für Ihr Kind, um über das sprechen zu können, was es im Internet sieht
Sprechen Sie mit Ihrem Kind über das, was es im Internet findet. Machen Sie ihm bewusst, dass ungeeignete Seiten ohne sein Verschulden auf dem Bildschirm auftauchen können. Machen Sie es Ihrem Kind zur Gewohnheit, Ihnen von verwerflichen Inhalten und Bereichen, die Sie als verboten eingestuft haben, zu berichten.

5) Helfen Sie Ihrem Kind seine Computerzeit zu begrenzen
Stellen Sie sicher, dass die vor dem Bildschirm verbrachte Zeit nicht von der Zeit für Freunde, Familie, körperliche Aktivitäten und Schularbeiten abgezogen wird.

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