Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren - sind in den letzten Jahren zu einem lukrativen Markt geworden. Wehren Sie sich gegen die immer aggressivere Werbung, die auf diese Altersgruppe abzielt, indem Sie Ihr Kind dazu ermutigen, selbständig zu denken.
Um Ihr Kind zu locken, erschaffen Werbemacher Anzeigen, die eher auf Emotionen abzielen, als auf kritisches Denken. Werbung ist nicht nur dazu gedacht Produkte, sondern auch Gefühle zu verkaufen. Werbemacher wollen in Ihrem Kind den Wunsch auslösen, klug und beliebt zu sein. Die Strategie liegt darin, Ihrem Kind die Angst zu vermitteln, ausgeschlossen zu sein und die Illusion zu schaffen, dass ihr Produkt dazu beiträgt, sich wieder gut zu fühlen.
Es liegt in Ihrer Hand zu beeinflussen, auf welche Weise Ihr Kind die Botschaften, die es vom Markt erhält, entschlüsselt. Helfen Sie ihm zu lernen, Werbung scharfsinnig zu analysieren und Selbstvertrauen zu entwickeln.
1) Gewöhnen Sie Ihrem Kind an, Werbung in Frage zu stellen
Stellen Sie während der Fernsehwerbung den Ton ab und lassen Sie Ihr Kind raten, was in der Werbung gesagt werden könnte. Oder lassen Sie Ihr Kind mit geschlossenen Augen zuhören und fordern Sie es auf zu raten, was gerade gezeigt wird.
2) Fordern Sie Ihr Kind auf zu fragen, was in einer Werbung fehlt
Weisen Sie darauf hin, wenn eine Werbung unrealistisch ist oder sich Vorurteilen bedient: Was sagt uns das Unternehmen nicht? Kennst du jemanden, der so aussieht oder so lebt?
3) Fordern Sie Ihr Kind dazu auf, über wirtschaftliche Interessen hinter der Werbung nachzudenken
Sehr viele Werbespots sind ansprechend und clever; man vergisst leicht, dass sie dazu dienen, Produkte zu verkaufen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, warum eine Werbung versucht, Kinder zu unterhalten und zu überzeugen.
4) Zeigen Sie Ihrem Kind, dass man mit Werbung experimentieren kann
Werbung zielt auf Emotionen ab. Ihr Kind kann dies am eigenen Leib erfahren, indem es an Wettbewerben, wie den New Mexico Media Literacy's Bad Ad teilnimmt, oder indem es bspw. auf der
Don't Buy It Website mitmacht. Zeigen Sie, welchen Einfluss Werbung darauf hat, wie eine Person sich fühlt, indem sie den Wunsch weckt, attraktiv zu sein, oder die Angst schürt uncool zu sein.
5) Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, welche Einkäufe Ihre Familie macht und warum
Helfen Sie Ihrem Kind zu verstehen, warum Sie bestimmte Artikel kaufen und andere nicht; erklären Sie ihm, dass Sie bewusste Entscheidungen treffen. Erklären Sie, dass Ihre Einkäufe häufig durch Ihre Werte bestimmt sind.
6) Sensibilisieren Sie Ihr Kind für Werbemethoden, vor allem für neue Arten im Internet
Manche Werbeelemente - wie Werbebanner oder Websites, die vorwiegend Produkte darstellen - sind vielleicht offensichtlich. Andere Elemente sind weniger leicht zu durchschauen. Dazu gehören interaktive Bots, das sind Computerprogramme, die bspw. in Form von Webcrawlern auf der Arbeitsoberfläche des Computers auftauchen, um ein Produkt anzupreisen und ganze Seiten, die Kinder- und Teenager-Meinungsforschung für ihre Kunden betreiben. Schärfen Sie Ihrem Kind ein, niemals persönliche Daten online preiszugeben.