Sieben englische Vereine haben in der Saison 2009/10 die internationale Fußballbühne betreten. Das scheinbar kleine Fulham schnuppert als einziger und letzter Vertreter des Fußball-Mutterlandes europäische Finalluft.
Chelsea, Manchester United, Liverpool, Arsenal, Aston Villa, Everton und Fulham steigen in der Champions League und in der Europa League ins internationale Geschäft ein.
Die klingenden Namen der Premier League müssen aber allesamt vorzeitig die Segel streichen. Einer der Vertreter, Aston Villa, wird sogar zum Opfer des österreichischen Rekordmeisters, Rapid Wien.
Fulham, dass sich durch zwei 3:0-Siege über die lettische Mannschaft Vetra für das Playoff der Europa League qualifiziert, kann als einziges Insel-Team die Erwartungen der Fans erfüllen. Im Duell um den Einzug in die Gruppenphase trifft Fulham auf Amkar Perm und verliert auswärts blamabel mit 1:0.
Dank eines 3:1-Heimerfolges erreicht der Tabellenzwölfte der Premier League die Gruppenphase, wo sie sich gegen CSKA Sofia, AS Roma und Basel durchsetzen.
Shakhtar Donetsk, Juventus Turin und Wolfsburg können Fulham daraufhin nicht stoppen. Mit dem Halbfinalsieg über den Hamburger SV steht ein weiteres europäisches Kaliber auf der Abschussliste der Londoner.
Im Finale gegen Atlecio Madrid muss Fulham die englische Fahne hochhalten. Die langjährige Vormachtstellung des Fußball-Mutterlandes scheint gebrochen zu sein. Ein Finalerfolg kann zumindest die größten Wunden der englischen Fans heilen, auch wenn ein bitterer Nachgeschmack beim Gedanken an die internationalen Leistungen bleiben wird.
Im Finale kann nicht mit der Unterstützung des deutschen Publikums gerechnet werden. Immerhin hat der älteste noch bestehende Profifußballklub mit Hamburg den Veranstalter des Endspieles eliminiert.
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